Neues

  1. Internationale Sommerschule in Leipzig
  2. Moonbuggy Meisterschaft
  3. Sympathie für die Leipziger Moonbuggys bei immer mehr Firmen
  4. Letzter Space Shuttle Start heute

1. Internationale Sommerschule in Leipzig

Leipzig, 8.7.2011

Tobias Meier (15) und Tim Urban (11) freuen sich über das Schweißgerät von Bosch

Tobias Meier (15) und Tim Urban (11) freuen sich über das Schweißgerät von Bosch

Die letzten Vorbereitungen für die erste internationale Sommerschule mit Studenten aus Russland, Indien, Frankreich und Deutschland laufen derzeit im Leipziger International Space Education Institute. Die zwanzig handverlesenen Elitestudenten und deutschen Gymnasiasten werden gemeinsam einen Sommer voller Erlebnisse in unserem Land verbringen. Im Mittelpunkt stehen dabei 4 Hauptthemen sowie die Kultur und Industrie unseres Landes. In 14-tägigen geschlossenen Lehrgängen lernen die zumeist aus der Luft- und Raumfahrt stammenden Studenten ( Moskau, Ufa, Delhi, Jaipur, Lyon und Toulouse) das deutsche Handwerk, Ingenieurwesen und hiesige Umwelttechnologien kennen. Gemeinsam entwerfen und produzieren sie zusammen mit über 50 deutschen Handwerks- und Industriebetrieben mehrere Moonbuggys für den NASA-Konstruktionswettbewerb im kommenden April 2012. Grundwerte wie Teamarbeit, Integrität, Sicherheit und die gemeinsamen Erfolge schweißen die jungen Leute auf multilingualer und -kultureller Ebene zusammen. Für die deutschen Gymnasiasten kann dies nur eine positive Erfahrung im Hinblick auf deren Abitur sein.

Neben der gemeinsamen Schaffensfreude, Exkursionen quer durch das Land und verschiedenen öffentlichen Auftritten arbeiten die Absolventen unter den Studenten eine Produktionslinie zur Serienherstellung von NASA-Moonbuggys im Schülerpraktikum aus. Hierzu entsteht derzeit eine umfangreichere Lehr- und Produktionsmanufaktur in Leipzig. Die Besten des Sommers erhalten vom Trägerverein ein praktisches Jahr in Leipzig mit der Aufgabe der Optimierung der Produktion im Schülerpraktikum und des Entwerfens von elektrischen- und Solarantrieben für die Buggys. Die besten Konstruktionen werden in Leipzig getestet und im kommenden Jahr auf verschiedenen Messen und dem Mars 500 Programm in Moskau vorgestellt.

Öffentliche Eckdaten der Sommerschule 2011 sind:

  • 18.07.2011 Auftakt
  • 05.08.2011 Sommerfest für alle Partner und Interessenten in Leipzig
  • 10.08.2011 Einbindung in die Hanse Sail Rostock
  • 19.08.2011 Meisterschaft für transatlantische Teams (Alfred-Rosch-Kampfbahn Leipzig)
  • 20.08.2011 Gläsernes Regierungsviertel Dresden
  • 03.09.2011 Tag der Berufsorientierung in Borsdorf bei Leipzig
  • 18.09.2011 LVB Familienfest in Leipzig
  • ab 01.10.2011 5-tägige Exkursion nach Moskau mit Einladung zur Preisverleihung der russischen Regierung

Weiteres demnächst auf www.spaceeducation.de
 


2. Moonbuggy Meisterschaft in Leipzig

Wegen des immer größeren Ansturms interessierter internationaler Schüler, Studenten, Schulen und Universitäten beim Konstruktionswettbewerb NASA Moonbuggy Race, hat es sich der Trägerverein des ersten internationalen Teams und Weltmeister 2010 zur Aufgabe gemacht, eine Meisterschaft jenseits des Atlantiks durchzuführen. Hier werden neben praktischen Tipps auch gesetzliche Fragen zum Transport des Exponates via Flugzeug in die USA gegeben. Tipps zum Management und der Finanzierung gibt es auch. Das Leipziger Institut steht seit 5 Jahren auf eigenen Beinen mit stark steigender Tendenz ohne Mittel vom Steuerzahler.

Mehrere Teams stehen in Konkurrenz und bauen nach Leipziger Anleitung je eine Kopie des erfolgreichen Moonbuggy „Ganymed“. Wer Talent in Handwerk und Ingenieurwesen, sowie auch Management beweisen kann, dem winken Preise. Die in Leipzig gebauten Fahrzeuge werden vom Verein und seinen Partnern finanziert und sind nicht für einen Wettkampf in der USA gedacht. Sie dienen in erster Linie dem Erwerb von Fähigkeiten und Erfahrungen und natürlich dem hiesigen Wettkampf zur Meisterschaft. Erfolgreiche Fahrzeuge werden daraufhin mit Elektroantrieben und Umweltenergien erweitert und können in Patenschaft für ein regionales Unternehmen auf internationalen Messen und öffentlichen Veranstaltungen auftreten.

Die Firma Frank Fahrzeugbau GmbH und Partner sind Gastgeber des „Kindernachtrennens“ am 19.8.2011 und tragen im Vorprogramm ab 18 Uhr die „Moonbuggy Meisterschaft“ aus. Die vierrädrigen Boliden gehen mit Ihren Teams in der Steilwandbahn nebeneinander wie beim Formel 1 an den Start und müssen 1200 m Strecke absolvieren. Im Jahre 2010 erreichte der Prototyp dieser Fahrzeuge eine Geschwindigkeit von 80 km/h – angetrieben nur durch Muskelkraft. Dieser Rekord eines Moonbuggys wurde weltweit bisher noch nicht überboten. Dieses Fahrzeug wird am Veranstaltungstag vom Sohn/Enkel Max Frank gesteuert, der in diesem Jahr den Weltrekord in der Fahrbereitschaft mit 4 Sekunden aufstellte. Hierzu muss das Fahrzeug von einem Würfel in die doppelte Größe gebracht werden und beide Fahrer angeschnallt in ihm sitzen. Diese kurze Handlung verlangt vollstes ingenieurtechnisches Können von den jungen Konstrukteuren.

Es sind alle Interessenten eingeladen.

www.kindernachtrennen.de
www.nasa-moonbuggy.eu

 


3. Sympathie für die Leipziger internationalen Tüftler bei immer mehr Firmen und Regierungsstellen

Jewgeniy Zakutin (RUS) und Laurence Ponsot (F) freuen sich über die Werkbänke aus Borsdorf

Jewgeniy Zakutin (RUS) und Laurence Ponsot (F) freuen sich über die Werkbänke aus Borsdorf

Die jungen und internationalen Konstrukteure erobern in Leipzig, Sachsen und Deutschland immer mehr Herzen unter den Handwerkern, Indutriebetrieben und Geschäftsleuten. Auch Firmen aus Russland, Frankreich, USA und Indien fokussieren sich immer mehr auf die Talente der Schüler, Studenten und deren Leipziger Lehrmeister.

  • die KIROW AG sagte die fortwährende Unterstützung nach der Fusion mit der Heiterblick AG zu
  • die LVB freut sich auf außerirdische Fahrdienste mit den Moonbuggys und deren Solartankstelle zum Familienfest
  • Solarwatt AG sagte seine fortwährende Unterstützung nach Wegfall der Solarfördersperre zu (Fotos…)
  • Bosch Leipzig, Fa. Scheil, spendete ein CO2-Schweißgerät (Fotos…)
  • BTZ-Borsdorf übergab kostenlos 6 massive Werkbänke (Fotos…)
  • Sulb-Bau unterstützt den zügigen Ausbau des Vereinsdomizils in der Wurzner Str. 4 (Fotos…)
  • weitere Patenschaften übernahmen LRP-Autorecycling Krostitz und Dekra Leipzig
  • NASA Marshall Spaceflight Center nutzt die ISS-Bilder der vereinseigenen Schulsternwarte Kletzen für eigene Publikationen Foto…)
  • das sächsische Staatsministerium lud die Schüler und Studenten des Vereins ein
  • die russische Raumfahrtagentur Roscosmos wünscht nach Umbesetzung an der Spitze eine engere Zusammenarbeit
  • der deutsche Botschafter in Moskau unterstützt diese Austauschprogramme in Visafragen persönlich

Sie wollen auch mitmachen?

Werden Sie Mitglied des Förderkreises oder fragen Sie einfach an ob Sie helfen können. Es werden zum Ausbau der Lehr- und Produktionsmanufaktur alle Hände, Köpfe und Material gebraucht. Gern gesehen sind Werkzeuge, mittlere bis kleinere Werkstattmaschinen, Farben und Baumaterial. Eine noch nicht vorhandene Fuhre von 5-10 Tonnen Schotter für eine Moonbuggy-Strecke wird bis zum 18.7.2011 gebraucht (Anfahrt nur mit Multicar o.ö.).

 


4. Letzter Space Shuttle Start heute

Nach 30 Jahren und 6 Jahren ständiger Begleitung startet voraussichtlich heute Abend gegen 17:24 Uhr der letzte Space Shuttle zur ISS. Eine Sichtbarkeit am Himmel über Deutschland ist in den nächsten Tagen leider nicht möglich. Es geht eine erfolgreiche Ära zuende, die aber auch ihren Preis hatte. Wie vor 11 Jahren mit dem kontrollierten Absturz der Raumstation MIR werden damit Kapazitäten für neue Dinge frei. Die ISS ist so ein Beispiel. Künftig werden in der USA private Transporter die Speditionsaufgaben in das All erledigen und damit beginnt die Zukunft: der RegelALLtag der Raumflüge, ähnlich dem Bus-, Schiff- und Luftverkehr.

Link: http://www.nasa.gov

Unser Verein durfte bei 3 Starts und 2 Landungen teils auch mit Schülern dabei sein. Ein Buch darüber erscheint demnächst.

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Exkursion nach Dresden

Eric Meinel
Moonbuggy Team 2011, HS
www.spaceeducation.eu

Exkursion nach Dresden

Dresden, den 17.05.2011

Im Kultusministerium

Treffen im Kultusministerium


Heute ist der zweite Tag meines Betriebspraktikums, welches ich im ISEI und drei Handwerksbetrieben mache. Ich werde heute aber nicht über den CAD-Zeichnungen für meine Teile sitzen, sondern mit Marine, Jewgeni, Ralf und Christoph nach Dresden fahren. Wir sind vom Kultusministerium eingeladen worden. Auf dem Weg holen wir noch Christoph ab. Es ist hohes Verkehrsaufkommen und wir kommen zäh voran.

Endlich in Dresden angekommen fahren wir als erstes zum Kultusministerium, welches ein großes altes Barockgebäude am Elbufer ist. Dort wollen wir eigentlich nur die Ergebnisse des Moonbuggy-Races vorstellen. Wir werden aber zu unserer Überraschung von sechs Mitarbeitern des Ministeriums und drei Vertretern der Presse in einem Besprechungsraum im 3. Stock erwartet. In einem einleitenden Gespräch stellen wir uns alle erst einmal gegenseitig vor. Zwei Journalisten sind von der Nachrichtenagentur dapd und eine Redakteurin schreibt für die Sächsische Zeitung.

Das Ministerium vertraten:
Herr Andreas Röpke, Referent Gymnasien,
Frau Dr. Konstanze Höhne, Referentin Gymnasien,
Frau Irina Schenk, Referentin Wettbewerbe,
Andrea Valendiek, Pressesprecherin,
Susanne Mende, stellvertretende Presseprecherin,
Ralf-Thomas Schiebel, Internetredaktion.

Von uns waren da:
Herr Ralf Heckel, Vorstandsvorsitzender
Eric Meinel, Teammitglied Moonbuggy 2011 HS, Technik,
Christoph Eibeck, Teammitglied Moonbuggy 2011 HS, Wissenschaft,
Dipl.-Ing. Jewgeni Sakutin, Bereichsleiter Russland, AG-Leiter CAD-CAM
Dipl.-Übers. Marine Boyer, Bereichsleiterin Frankreich, AG-Leiter Sprachen

Erstaunen gab es, als Jewgeni in Englisch begann zu reden.
Aber auch Marine machte für ihren bisherigen 3-monatigen Deutschunterricht eine super Vorstellung in deutsch.

Herr Heckel stellt dann unseren Verein und das Projekt vor. Er erwähnt auch unseren Auftrag der Organisation eines Europavorentscheides für das Moonbuggy-Race in Huntsville zusammen mit einem staatlichen Partner. Dann gibt er das Wort aber weiter an Christoph und mich. Wir haben über unsere Betriebspraktika, welches Christoph bereits gemacht hat und welches ich gerade erst angefangen habe, gesprochen. Danach erklärt Herr Heckel noch etwas über die Strategien in naher Zukunft sowie die geplante Veränderung des Moonbuggys mit grünen Hilfsantrieben für einen erweiterten Wettbewerb.

Danach können die Journalisten und die Mitarbeiter des Ministeriums Fragen stellen. Dies wird auch rege in Anspruch genommen. Ich werde über meinen Weg in das SEI befragt und wie lange ich schon dabei bin. Nach etwa einer Stunde löst sich die Versammlung auf. Ich hatte den Anschein, als wollen beide Seiten nun nach Wegen einer irgendwie gearteten Kooperation suchen. Herr Heckel wurde gebeten, eine Ausarbeitung mit Anträgen zu fertigen.

Dann wollen die Journalisten uns Teilnehmern noch einige Fragen stellen. Deshalb gehen wir auf den Flur. Ralf bespricht noch ein paar Dinge mit den Mitarbeitern des Ministeriums. Während dessen erzählen Christoph und ich den Journalisten noch von der Reise in die USA und dem Rennen. Dann kommt noch ein Fotograf von der Presseagentur. Dieser denkt allerdings, dass wir den Moonbuggy dabei haben. Aber wir haben den Buggy nicht dabei. Wir bieten ihm also an, dass er ein Gruppenfoto von uns im Ministerium machen kann. Das will er aber nicht.

Ralf bietet ihm unser Bildarchiv aus Huntsville von seinem Notebook an. Er sucht sich einige Fotos aus, willigt ein, will aber die größtmögliche Auflösung. So ruft Ralf sofort im Büro an und von dort aus versendet Yvonne die Bilder. Dann verabschieden sich die Journalisten und auch wir machen uns auf den Weg zum nächsten Termin.

Wir fahren entlang der Semperoper zum Kongresszentrum Dresden, welches ein futuristisches Gebäude am anderen Elbufer ist. Die Treppen sind nicht im Inneren, sondern an der Außenfassade angebracht. Dort treffen wir auf Herrn Michael Muth, dieser ist Geschäftsführer der ASIS (Aerospace Initiative Saxony). Kurz darauf treffen wir aber auch Thommy Knabe (unserem Chefkonstrukteur). Thommy studiert das erste Jahr in Dresden Maschinenbau und hat sich nach seiner Vorlesung nun zu uns gesellt. Ralf stellt uns Herrn Muth vor und fragt ihn dann ob wir uns nicht in das Café des Kongresszentrums setzen wollen. In dem Café ist aber eine geschlossene Veranstaltung. Deshalb gehen wir nach draußen und begeben uns auf die Terrasse des Maritim Hotels neben dem Kongresszentrum.

Auf dieser stellen wir zuerst zwei Tische zusammen damit wir auch alle zusammen an einer Tafel sitzen können. Ich denke mir zuerst, dass ich mir hier gerade mal einen Saft und ein Stück Kuchen leisten kann. Dann sagt Herr Muth aber auf die Frage von Ralf ob sie sich die Rechnung teilen, dass er komplett bezahlt. Wir bedanken uns schon jetzt und bestellen uns also alle etwas leckeres und genießen dann unser Mittagessen. Toll! Dabei erzählen wir Herrn Muth auch von unserer Idee eines Vorentscheides in Deutschland und von unserer Reise in die USA. Er macht sich viele Notizen.

Herr Muth unterhält sich oft mit Jewgeni und Thommy. Er ist beeindruckt vom gesamten Engagement und der Zielstrebigkeit. Wir erhalten Prospekte von sächsischen Luft- und Raumfahrtfirmen. Herr Heckel erklärt Herrn Muth eindringlich die Wichtigkeit der Förderung von uns Gymnasiasten in Vorbereitung auf ein Ingenieursstudium. Dabei spricht er auch von einer Pflicht der Unternehmen der ASIS und bietet mit dem Verein die Leitung der Sektion „Studienorientierung Ingenieurwesen in Gymnasien“ an. Herr Muth möchte nach Wegen einer Kooperation und Finanzierung zu suchen. Beide scheinen sich bereits viele Jahre zu kennen. Nach dem Essen schießen wir noch alle zusammen ein Gruppenfoto. Dann gehen Thommy und Herr Muth eigene Wege.

Wir gehen in das Kongresszentrum, wo heute der „Tag der Ingenieure“ stattfindet. Es ist „Recruting-Day“ – also etwas für uns. Dort finden wir am Stand der Euro-Engeneering AG ein Arbeitsangebot für Ingenieure. Jewgeni interessiert sich dafür. Dann unterhalten sich Jewgeni und Marine mit einem Betreuer des Standes noch über die Ausbildung zum Ingenieur. Ralf, Christoph und ich gucken uns in der Zeit schon einmal die anderen Stände an. Ralf gibt Christoph und mir dann den Auftrag zum Stand von OSRAM zugehen und zu fragen ob sie Interesse daran haben den Moonbuggy für den Straßenverkehr mit neuen LED-Leuchten auszustatten.

Christoph und ich nehmen uns also eine von Ralfs Visitenkarten und einen ganzen Stapel von Moonbuggyplakaten. Dann gehen wir zum Stand von OSRAM, dort werden wir auch gleich von einer Mitarbeiterin gefragt ob sie uns helfen könnte. Wir erzählen ihr dass wir vom ISEI sind und an dem Moonbuggyprojekt arbeiten und sie fragen wollen ob uns die Firma OSRAM die eine Auswahl von LED´s für den Buggy bereitstellen könnte. Sie ist interessiert und wir erzählen ihr mehr über das Projekt und geben ihr die Visitenkarte von Ralf, dafür bekommen wir natürlich auch ihre Karte. Wir gehen also zurück zu Ralf und den anderen welche mit den Leuten von Porsche geredet haben und erzählen Ralf alles. Dieser muss dann natürlich noch einmal zum Stand von OSRAM gehen und sich den Mitarbeitern dort selbst vorstellen. Man beschließt eine Firmenbesichtigung. Dann gehen wir zum Auto und fahren weiter.

Wenig später kommen wir gegen 15:30 Uhr am Verwaltungsgebäude der Firma Solarwatt AG an. Das ist ein Hersteller für Solarzellen und gehört bereits zu unseren Sponsoren. Der Moonbuggy-Hänger und dessen mobiles Mission Control Zentrum der Moonbuggy-Telemetrie wird bereits seit 2 Jahren mit Solarstrom versorgt. Wir werden von Frau Sandra Thiele empfangen und in einen Besprechungsraum gebeten. Doch bevor wir uns dort setzen können, erzählt sie uns noch etwas über die Firmengeschichte. Diese begann Anfang der 90ger Jahre mit 2 Angestellten. Heute ist das ein riesiges Aktienunternehmen.

Dann setzen wir uns in den Raum und erklären dass wir eine Art Vorentscheid für das NASA-Moonbuggyrace machen und auch das Moonbuggy mit elektrischen Antrieben aus Solarkraft verändern wollen. Hierfür benötigen wir Unterstützung und bieten Öffentlichkeit sowie Querdenken. Danach machen wir eine kleine Führung durch das Gebäude und sehen viele verschiedene Solarzellen. Wir sehen eine Solarfassade mit einer Leistung von 45 kW, ein Dach mit 235 kW und einen Carport mit Solarpanellen und einer Leistung von 4,5 kW. Dabei sind die Leistungsangaben in Kilowatt-Peak. Das bedeutet, dass diese Leistung unter den günstigsten Umständen erzeugt wird. Das sind kühle Temperaturen und eine wolkenlose Sonneneinstrahlung in einem Winkel von 90 Grad.

Die nächste Station auf unserer kleinen Besichtigungstour ist die betriebseigene Solarstromtankstelle für Elektroautos. Sie wird vorgeführt und offenbart zwei Arten von Steckdosen. Dann gehen wir wieder zurück in das Verwaltungsgebäude, dort bekommen wir jeder noch ein paar Werbegeschenke und machen draußen noch ein Gruppenfoto. Herr Heckel bespricht hier ebenfalls noch einige Kooperationsideen und die während des Rundganges geborene Idee einer Hybridzelle mit integrierter Wasserkühlung in der Photovoltaik mit zusätzlicher Nutzung der Abwärme für Warmwasser in Haushalten (integriertes Thermosolar-Element).

Danach fahren wir wieder nach Leipzig und teilen uns zwischendurch auf. Am nächsten Morgen veröffentlichen viele Medien Deutschlands zu meinem Erstaunen einen großen Artikel über mich.

Fotos vom Tage:

www.flickr.com

Presseecho:

Medienservice Sachsen
www.medienservice.sachsen.de

Sächische Zeitung
www.sz-online.de

dapd
www.ad-hoc-news.de

Kanal 8

www.kanal8.de

Die Internetzeitung:

www.24pr.de

Yahoo-Nachrichten

de.nachrichten.yahoo.com

Radio Herne

www.radioherne.de

Radio Gong

www.gong971.de

dd-inside

www.dd-inside.com

Meine Stadt

aktuell.meinestadt.de/dresden

Wochenspiegel

www.wochenspiegelonline.de

Boulevard Baden

www.boulevard-baden.de

Radio Essen

www.radioessen.de

Radio Ennepe Ruhr

www.radioenneperuhr.de

Radio K.W.

www.radiokw.de

Radio Hagen

www.107.7radiohagen.de

Trading House

www.trading-house.net

Xity

www.xity.de

Radio Plassenburg

www.radio-plassenburg.de

Open Report

www.open-report.de

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Tornado über Huntsville!

Tornado über Huntsville!

Huntsville/Alabama, 4.4.2011
von Ralf Heckel

Tornado im Anmarsch auf Huntsville

Tornado im Anmarsch auf Huntsville

2 h vor dem Abflug werden wir während der Fahrt zum Flughafen von Sirenen und Radiomeldungen zum Abbiegen gezwungen. Es gibt eine Tornadowarnung mit dem Hinweis, sich sofort von den Fenstern weg und in das tiefst gelegene Geschoß zu begeben. Überall heulen Sirenen. Eine bedrohliche dunkle Front baut sich vor uns auf und schon stürzt auch schon das Wasser vom Himmel. Das 3-Tonnen-schwere Auto wird ordentlich durchgeschüttelt. Die Radiowarnungen betragen exakt unser Gebiet und die geplante Strecke zum Flughafen, also müssen wir runter. Da wir gerade in der Nähe unserer befreundeten Familie Headricks (Boeing) sind, biegen wir schnell auf den Rainbow-Berg ein und fahren zu ihnen. Beide sitzen schon im Keller und sehen sich in ihrem Home-Kino den Tornado auf dem Doppler-Radar an. Es regnet Badewannen.

Gestrandet. Nichts geht mehr wegen Tornado über Huntsville

Gestrandet. Nichts geht mehr wegen Tornado über Huntsville

Nach etwa 15 Minuten hellt es etwas auf und wir befolgen den Hinweis, wenigstens einzuchecken. Schließlich haben wir einen internationalen Flug vor uns. Das Gepäck ist schon am Flughafen und das Wasser sammelt sich bereits auf der Ladefläche von Terry´s Truck. Schnell die Koffer in Sicherheit, bevor wir noch ein Wasserbuggy haben. Wir erfahren am Schalter, dass der Flug nach Detroit nicht stattfindet, wir aber stattdessen über Atlanta geleitet werden. Das ist OK, also checken wir ein und ich bringe den Mietwagen weg. Als ich zurück komme, sind bereits alle Schüler durch den Sicherheitscheck am Gate und ich bin allein mit Yvonne am Schalter.

Tornado im Anflug

Tornado im Anflug

Da erzählt der Concierge, dass auch das Flugzeug aus Atlanta wegen des Sturms umkehren musste. Wir sind also schon gestrandet bevor wir losflogen.

Nun rollt Plan B an, eine weitere Rettungsmission. Wir erkundigen und über Lodding-Checks der Fluggesellschaft und suchen nach Möglichkeiten. Wir werden umgebucht auf einen Flieger am Folgetag um 10:10 Uhr. Also muss eine Nacht drangehangen werden. Terry redet mit der Lobby des Flughafen-Hotels (Sheraton-Gruppe, 5 Sterne), während ich die Schüler zurückpfeife, um mit Max` I-Pad nach einem günstigen Hotel in der Nähe zu suchen.

Im Hotel

Im Hotel

Die Schüler sind nun aufgeregt und finden es aber auch spannend.

Schlussendlich können wir einen Rabatt im Sheraton-Hotel erwirken und bekommen die ganze Gruppe in zwei riesigen King-Suites unter. Es sind die letzten beiden Zimmer und jedes kostet uns nur 80 Dollar. Da kommt natürlich Freude auf und wenig später fletzen alle in den riesigen Möbeln. Jetzt sollte unser Flugzeug starten. Stattdessen rollen Wasserwirbel über die Landebahn. Es wird gerade dunkel.

Im Hotel

Draußen Tornado, drinnen gemütlich...

Es wird gerade gemütlich, alle sind eigentlich ganz zufrieden über die Zeitverlängerung und schreiben an den Berichten, als das Fernsehprogramm durch Radiomedlungen und eine Laufschift unterbrochen wird. Wir sollen alle von den Fenstern weggehen und auf den bereits gesichteten Tornado achten. Es gab einen Touchdown und für unser Gebiet werden sie um 20 Uhr erwartet. Es donnert gewaltig, die Scheiben vibrieren und das Wasser drückt durch die geschlossenen Fenster. Nun wird es ernst und die ersten sagen: „Wir müssen alle sterben“. Die Gruppe verzieht sich in das im Inneren und der vom Sturm abgewandten Seite des Hauses und guckt Videos.

Ich tippe gerade diese Zeilen während das Licht der zahlreichen Gewitterblitze durch die zwei verglasten Wände unserer Suite zuckt. Zwei Frachtflugzeuge welche wohl kaum noch Treibstoff haben landen schaukelnd. Es donnert unentwegt und der frisch gebraute Kaffee auf meinem Tisch zeigt immer mal kleine Ringel auf seiner Oberfläche. Das fahle Licht der Schreibtischlampe verbreitet einen warmen Schein im Zimmer. Ich genieße diese Gemütlichkeit zwischen den Gewalten, stets vorbereitet auf mehr mit allem im Gepäck was nötig ist.

Von Anbeginn standen uns Steine im Weg. Im letzten Jahr begann es mit einer Umkehr vor der Aschewolke des isländischen Vulkans. Unlösbar erscheindende Probleme standen materiell, ideell, personell oder formell im Wege. Der Moonbuggy-Hänger brach auf der Russland Tour ab, Visas und Teile fehlten in Huntsville. Der Fahrer durfte nicht mit. Zeit gab es keine mehr. Es gab Menschen die nicht mit- sondern dagegen zogen – auch in der direkten Nähe. Namen zu nennen liegt uns nicht, da jene sich beim Lesen bereits angesprochen fühlen. Alles ist nun klein vor dem Erreichten. Nun tobt da draußen dieser Sturm und überlässt uns ein weiteres Mal allein die Verantwortung über die Gruppe. Wir nehmen es gelassen. Der Tornado verkümmert damit zu einem Ereignis von vielen und kann uns nichts anhaben. Ich glaube es sind nach den Jahren die vielen Wasser mit denen wir bei solchen Projekten gewaschen wurden und dennoch unbeirrt das Ufer fanden. Es ist die unumstößliche Lebenserfahrung unserer Schüler etwas erreich zu haben, was aus der geforderten Härte kein anderer tat.

Wir haben heute unsere Space-Ambassador-Akkreditierung vom neuen Chef des US Space & Rocket Centers bekommen. Man hat Vertrauen zu uns und darauf kommt es an. Wir bringen die Schüler sicher nach Hause, jeden Einzelnen, darauf kann man sich verlassen. Es ist genau diese Herausforderung, die uns Kraft gibt. Und wir wissen inzwischen aus Erfahrung, dass dies niemand in unserem Land toppen kann.

Wenn morgen nicht der ganze Flughafen weg ist, dann landen wir gegen Vormittag/Mittag am Mittwoch in Berlin und freuen uns auch auf die etwas ausführlicheren Berichte der Eltern, Lehrer und Partner dieses Abenteuers. So wie NASA dieses Ereignis jedes Jahr neu durch Befragungen verlängert, würden wir uns über ein selbes Feedback freuen.

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Der Ausklang

Nadin Rößler
Moonbuggy Team 2011, HS
www.spaceeducation.eu

Der Ausklang
3.4.2011, Huntsville/Alabama

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Heute ist der letzte richtige Huntsville-Tag für uns. Nachdem das Race vorbei ist und wir alle den Tag genießen wollen, nehmen wir uns einige tolle Plätze vor, die wir von Huntsville anschauen können. Zu unserem mitreisenden Team gehören die Moskauer, welche selbstständig für das Race in die USA gereist sind und viele Hürden überwinden mussten, um das zu schaffen, was sie erreicht haben. Einige Mitglieder haben ihr VISA nicht oder zu spät bekommen, dann wurde die Kreditkarte eingezogen und deren Buggy war auch nicht gerade in Hochform.

Natürlich haben wir sie dann auch mitgenommen, um ihnen ein wenig Ablenkung zu verschaffen. Wir sind also nochmal zu dem Friedhof gegangen und haben diverse Häuser angeschaut, wie beispielsweise das ehemalige von Wernher von Braun. Prof. Dr. Jesco von Puttkamer war unsere Begleitung von der NASA.

Nachdem wir auf den Monte Sano gefahren sind, um Huntsville von oben anzuschauen, geht es weiter zu einer Farm mit Museum-Flair. Das Wetter spielt wunderbar mit. Es sind 30°C. Wir laufen im T-Shirt. Die Farm war sehr niedlich. Die Leute dort haben sich im Old-Style gekleidet. Ein älterer Mann spielt Banjo und Geige. Wir schauen uns einiges an. Das tollste ist die Goldsuche. Eigentlich etwas für Kinder, aber das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Also laufen wir an das Band. Es handelt sich um eine Art Brunnen, welcher das Wasser wie einen Minifluss von links nach rechts laufen lässt. Dann bekommen wir eine Schüssel. Der Mann dort schmeißt ein wenig Sand dort rein. Wir sollen jetzt eigentlich nur noch die unübersehbar großen Steine dort heraus sortieren und schon sind wir richtige Schatzfinder. Das hat mir gefallen. Ich habe sogar verstanden worum es bei der Goldsuche geht. Ich bin stolz auf mich.

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Und jetzt geht es endlich zu unserem Hauptziel: Dem Tennessee River. Ein wundervoller Platz, ohne Lärm. Man fühlt sich richtig wie im Urlaub. Wir legen uns in die Sonne und genießen den Tag. Der Fluss ist riesig und glänzt vom Sonnenlicht. Einige Familien lassen ihren Drachen steigen, da die die heiße Sonnenluft von einer schönen Brise gekühlt wird. Von uns spielen ein paar Leute Ball. Es ist traumhaft.

Nach ca. zwei Stunden Genuss fahren wir in Richtung Pool. Dieser hat genau dieselbe tolle Temperatur wie letztes Mal. Wir haben viel Spaß dort, tauchen uns gegenseitig unter, werfen uns ins Wasser und spielen

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den Ball hin und her. Der Tag ist einfach super!

Später müssen wir nur noch die Koffer packen. Da wir einige Teile des Buggys hier lassen, ist es diesmal nicht allzu schwer, das Gewicht einzuhalten. Es geht relativ schnell voran. Schon nach einer gefühlten Stunde ist unser Buggy fertig eingepackt. Jetzt helfen nur noch einige von uns den Moskauern, beim Verpacken ihres Buggys.

Huntsville war eine super Zeit, die ich nie vergessen werde. Man hat eine Unmenge von Erfahrungen gemacht und ich bin absolut stolz daran teilgenommen zu haben. Jeder einzelne Tag war eine neue Erfahrung. Ich hoffe, dass es bald noch mehr Leute geben wird, die Gefallen am Moonbuggy Race finden und daran teilhaben. Ich habe es genossen.

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Das zweite Rennen

Thommy Knabe
Moonbuggy Team 2011, College
www.spaceeducation.de

Das zweite Rennen

Huntsville, 2.4.2011

Der Tag beginnt heute ein wenig später. Der Wecker schrillt erst um 5.30 Uhr. Max und Nadin sind um 8.00 Uhr dran. Wir sind trotzdem schon um 7.00 Uhr in der Boxengasse, um letzte Feinheiten einzustellen. Außerdem muss ich an den Sitzen des Russischen Buggies noch etwas wegflexen, das stark in den Rücken gedrückt und Marine und Mir ein paar blaue Flecke eingebracht hat. Nachdem das gemacht ist, ist der Sitzkomfort deutlich besser. Als nächstes machen wir uns warm. Dazu rennen wir ein bisschen.

Pünktlich um 8.00 Uhr stehen Max und Nadin an der Startlinie. Die Beiden geben von Anfang an alles. Am Todeshindernis fliegen sie so hoch, dass ich schon Angst bekomme, sie könnten auf mich drauf springen, weil ich direkt hinter der Kurve liege um eine ideale Fotoposition zu haben. Das Rennen läuft gut. In der Haarnadelkurve dann kommt Max nicht ganz herum. Irgendwie hat sich die Spurstange bei dem Sprung verbogen. Das kostet Zeit. Die Beiden machen aber ihre Sache trotzdem sehr gut und so bleibt die Uhr bei 3:45 Minuten stehen. Schade keine Verbesserung zu gestern. Nach dem Teamfoto geht es zurück in die Box, um den Buggy auf den 2 Run heute vorzubereiten.

Um 10.30 Uhr gehen wir an den Start. Dieser Lauf muss super werden. Wenn wir die Zeit von gestern wieder fahren, aber ohne Strafe, dann sind wir zweiter. Das Startsignal ertönt und es geht los. Jetzt heißt es Alles oder nichts. Wir geben alles. Die ersten beiden Hindernisse sind kein Problem. Die Anfahrt auf die Todeskurve hat sich seit gestern verändert. Die Pylonen stehen jetzt enger. Ich versuche dennoch mein Bestes. Vor dem Hindernis bremse ich, doch ich bin immer noch schnell. Zu schnell. Ich hebe hab und fliege genau in die Absperrung für die Zuschauer. Das Seil wickelt sich in das Rad. Es dauert 15 Sekunden das Rad wieder frei zu bekommen. Mist das ist auf alle Fälle eine Strafe. Die nächsten Hindernisse sind kein Problem. Jetzt gebe ich Highspeed. Jeder Millimeter der Strecke wird ausgenutzt. Die Einfahrt in den Krater ist perfekt. Bei der Durchfahrt komme ich aber ein wenig schräg und lande auf einem Rad. Nach einem kurzen Blick sehe ich, dass alles ok ist. Das sind wirklich die besten Downhilllaufräder die man bekommen kann. Ein riesen Lob an das Radhaus in Leipzig. Die Kraterausfahrt passt auch und jetzt geben Marine und Ich 100%. Den Berg meistern wir auch ohne Probleme und dann fahren wir auch schon durch die Zielkurve. Gefühlt waren wir ziemlich schnell. Die offizielle Zeit ist 3:52 Minuten. Mist ohne diesen Unfall wäre das eine Spitzenzeit geworden.

Später stellt sich heraus, dass wir 2 Strafminuten bekommen. Ich bin wohl gleich am ersten Hindernis leicht gegen eine Pylone gefahren. Das hab ich garnicht gemerkt. Naja ob es dann eine oder zwei sind ist auch egal. Wir sind 7. Platz. Sehr ärgerlich, weil wir Ambitionen für das Podest gehabt hätten. Aber nun mal nicht jeder Renntag verläuft perfekt. Nach dem Rennen gibt es noch ein Teamfoto und dann geht es zum Mittagessen.
Meine Großtante verabschiedet sich. Sie haben noch 4 Stunden Fahrt nach Atlanta vor sich. Als nächstes gehe ich erstmal unter die Dusche. Das tut gut. Alle Anspannung und der Stress der letzten Wochen fallen von mir ab. Jetzt ist es geschafft. Das Wetter heute ist super. Blauer Himmel und 25 °. Ich ziehe also kurze Hosen an und mache mich wieder auf in die Boxengasse, wo wir den Buggy jetzt zerlegen und für den Flug vorbereiten werden.
Langsam finden sich alle an der Box ein und wir beginnen. Wir kommen sehr gut voran nach etwa einer anderthalben Stunde sind beide Buggies zerlegt. Jetzt wird alles wieder in Knallfolie eingewickelt. Zum Glück müssen wir nicht alles wieder mit zurücknehmen. Um den Transport ein wenig zu entlasten lassen wir Standard- und ausgereifte Teile hier.

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Wir werden gerade so fertig, weil um 17.00 Uhr die Award Ceremony startet. Diese ist wieder im Davidson Center. Nachdem alle Teams namentlich aufgerufen wurden, gibt es die üblichen Reden, über den Spirit und den Erfolg des Rennens. Es sind zwar fast immer die gleichen Worte, aber jedes Jahr schöpft man wieder Motivation daraus. Dann werden die Awards vergeben. Zuerst die speziellen, wie der Leichtigkeits-, der Most Improved-, der Crash-, der Spirit- und der Best Designaward. In diesen Kategorien haben wir keine Chance einen Preis zu bekommen.

Dann kommt der International Award. Hier sieht es gut aus, weil rein mathematisch waren wir die zwei schnellsten internationalen Teams. Leider entscheidet Prof. Jesco von Puttkammer anders und gibt diesen Award dem Team aus Moskau vom MAI und den Indischen Teilnehmern. Diese Teams haben die Würdigung genauso verdient, zwar nicht durch Leistung, sondern durch ihren schlichtweg harten Weg hierher. Man kann eben nicht immer gewinnen, dafür ist der Ansporn nächstes Jahr wieder anzutreten noch größer. Die beiden ersten Preise gehen nach Puerto Rico. Wie dieses Land abgeräumt und vor allem welche Zeiten diese gefahren sind, da können sich alle noch etwas abschauen.

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Nach der Zeremonie bringen wir die Koffer noch schnell zu Garage und fahren ins Hotel um uns umzuziehen. Herr Puttkamer hat uns und die Moskauer nämlich zum Essen eingeladen. Es geht in das Landrys Fishhouse, einem sehr exklusiven Restaurant. Es gibt eines der besten Abendessen, die ich in Amerika je hatte. Wir haben einen super schönen Abend zusammen. Es wird viel gelacht und geredet. Um 22.30 Uhr werden wir dann aufgefordert zu gehen. Die anderen sind ziemlich fertig und fahren in das Hotel.

Juri (der Moskauer Fahrer) und ich fahren bei Terry mit. Er und sein Sohn Travis waren auch mit. Terry ist echt cool. Wir wollen das Moskauer Buggy in unsere Garage schaffen, damit die Studenten es dann dort morgen zerlegen können und nicht auf dem Parkplatz arbeiten müssen. Bevor wir das aber tun, machen wir einen kleinen Abstecher zu Terry, der seinen Sohn heimbringen möchte. Außerdem müssen wir unsere Moonbuggyteile, die hier in Amerika bleiben, wie z.B. Räder und Rahmen verstauen.
Er hat ein sehr schönes kleines Vorstadthaus in Madison, mit einer großen Garage. Die Autos darin sind der Hammer. Ein Ford Mustang Cobra und ein Camaro Supersport. Terry erzählt der Camaro hat 400 PS und ist ein V8. Von 0-100 Km/h in 5 Sekunden. Ich frage, ob wir eine kleine Testfahrt machen können. Und er sagt ja. Cool das erste Mal in einem amerikanischen Musclecar. Das Auto ist der Wahnsinn. Es liegt wie ein Brett und beim Beschleunigen drückt es einen so dermaßen in die Sitze, dass man kaum Luft bekommt. Ein sehr schönes Auto. Die Spritztour ist ziemlich schnell wieder vorbei und wir machen uns auf den Buggy in die Garage zu bringen. Das geht recht schnell. Und somit setzt mich Terry um 00.30 Uhr daheim ab, wo ich geschafft in die Kissen falle.

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Das Race

Nadin Rößler
Moonbuggy Team 2011, HS
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Das Race

1.4. 2011, Huntsville

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Freitag und Samstag sind unsere Racetage. Beide finde ich absolut aufregend und interessant. Wir sind 5 Uhr aufgestanden, um genug Zeit zu haben, das Frühstück zu verdauen und uns mit Jogging aufzuwärmen. Wir sind meistens vier Runden gerannt und danach folgt das Race.

An dem ersten Tag bin ich irgendwie nervös. Das Buggy muss vorher getestet werden. Wir fangen damit an, es zu wiegen. Die Leute dort sind total freundlich, weswegen die Aufregung ein wenig gemildert wird. Das 6 Meter lange Tragen haben wir eigentlich gut hin bekommen, was aber auch nicht sehr schwierig war.

Und dann kommt das, wovor ich den größten Respekt habe: Das Auseinanderklappen. Dort wird die Zeit gemessen. Unser Weltmeisterteam letztes Jahr schaffte dies in 6 Sekunden. Schon in Leipzig fand ich das richtig richtig schnell. Beim Üben hat mich oft das Anschnallen gebremst. Und jetzt kommt unser Auftritt. 3, 2, 1 Sitz hoch klappen, drauf springen, anschnallen: STOP. Vier Sekunden. Eine gigantische Zeit, ich bin richtig stolz auf uns. Und die ganzen zwei Tage ist niemand von den über 80 Teams schneller als wir.

Danach kommt unser erstes Race. Meine Beine haben vor Aufregung gezittert. Einige Sicherheitsleute haben uns noch kontrolliert, wodurch schlussfolgernd ein Haufen Klebeband auf meine Schnürsenkel befestigt worden ist. Dann kommt noch schnell eine Kamera inklusive Interviewerin von NASA.TV auf uns zu. Ich beantworte noch schnell einige Fragen und danach rollen wir auf den Start zu.

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Am ersten Race sind meine Pedalen auf „Speed“ eingestellt. Ich soll hinten einfach die ganze Zeit strampeln, egal ob wir bremsen, bergab rollen oder springen. Wenn Max bremsen will, dann funktioniert das auch. Die erste Schwierigkeit ist die scharfe Kurve am Ende des Berges, auf welcher sich natürlich ein Hindernis befindet. Dort scheitern richtig viele Buggies. Wir rollen relativ leicht darüber. Max hat den Kurvenradius so groß wie möglich gemacht. Das Schwierige ist, dass genau nach diesem Hindernis hinter der Kurve ein weiteres folgt. Eigentlich kann man nur mit ein wenig Anlauf darüber kommen. Das ist auch der Grund, warum wir einige Male in diversen Hindernissen stecken bleiben. Die Geschwindigkeit fehlt. Aber eigentlich haben wir diese Hindernisse trotzdem gut überwunden. Auch die Mondoberfläche läuft sehr gut. Und dann kurz vorm Ende kommt der kleine Berg, welchen man hochfahren muss. Dort heißt es dann Full Power.

Wenn man den geschafft hat, ist es nicht mehr sehr schwer. Es kommen noch weitere Hindernisse, welche man aber gut schaffen kann, mit dem Speed, der noch übrig ist. Dort wird vor allem auch die Neigung des Buggies gefragt, indem man kleine Krater auf abwechselnden Seiten hintereinander aufgebaut hat. Auf unseren Winkelbegrenzer bin ich in diesem Moment sehr stolz.

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Unsere Racezeit beträgt 3 Minuten 41 Sekunden. Das ist eine super Zeit, finde ich. Wir werden eine lange Zeit nicht überholt und stehen in der Liste ganz oben. Das ist absolut schön. Doch gegen Nachmittag kommen dann die Puerto Ricaner mit ihrem einfach gehaltenen Buggy. Diese rasen durch den Parcours wie niemand zuvor. Sie sind fast eine halbe Minute schneller als wir. Nicht gerade einfach zu toppen. Ich habe viel Respekt vor deren Leistung mit einem Buggy ohne Gänge, ohne Schnickschnack, ohne alles. Trotzdem bin ich sehr enttäuscht, dass wir doch nicht mehr ganz oben stehen. Puerto Rico hat tollerweise zwei Highschool-Teams bereitgestellt, welche beide schneller waren. Meine Laune ist nicht gerade auf ihrem Höhepunkt.

Am nächsten Tag wollen wir mehr geben. Ich persönlich habe gemischte Gefühle. Diesmal will ich den „Slow“- Gang verwenden, um nicht so viel Kraft zu verbrauchen. Beim Start bin ich jetzt nicht ganz so aufgeregt. Wir haben geplant, bei der scharfen Kurve doch nur zu rollen, um uns besser darauf zu konzentrieren, dass unser Buggy nicht umkippt. Also legen wir uns bei der Kurve zur Seite, was besser zu funktionieren scheint. Wir springen fast über das ganze Hindernis und sogar noch über das nächste. Wir fahren weiter. Zwei Kurven später, noch vor der Mondoberfläche fahren wir dann in einen Heuhaufen. Max‘ Lenkung scheint irgendwie bei den Sprüngen in Mitleidenschaft gezogen worden zu sein. Das kostet uns einige wertvolle Sekunden. Mir ist auch klar, dass wir unsere gestrige Zeit jetzt nicht mehr toppen können. Das kratzt ein wenig an meiner Motivation.

Unsere Zeit ist 3 Minuten 45 Sekunden. Ich bin erstaunt, dass wir trotz Crash so schnell gewesen sind. Naja, Puerto Rico haben wir jetzt doch ganz knapp gewinnen lassen. Leider stößt uns dann das Jupiterteam noch vom Siegertreppchen. Das ist in dem Moment nicht das, was wir uns gewünscht haben. Wir sind alle ein wenig enttäuscht.

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Wenn ich aber im Nachhinein darüber nachdenke, haben wir eine absolute Topzeit gehabt. Unser Buggy hat alles ziemlich gut überstanden. Unseren Querstabilisator hat es ein wenig verschoben, aber ansonsten war es super. Unser Buggy ist einfach toll.

Ich persönlich finde letztendlich den Speedgang besser als den Slowgang, weil dieser ziemlich auf die Ausdauer drückt. Ich denke, da konnten meine Muskeln im Speed mehr ausrichten.

Allgemein sind die beiden Racetage eine wunderbare Erfahrung. Ich bin unendlich stolz auf unsere Leistungen und unser Team. Von 84 Teams der 4. Platz zu sein und unter den internationalen Teams das schnellste ist wirklich eine Leistung.

Eine schöne Sache sind auch die Interviews, welche wir dort gehabt haben. Zwar bin ich dort immer ein wenig aufgeregt oder habe die Leute nicht sofort verstanden, aber dadurch, dass diese alle so nett waren, verfliegt die Aufregung ganz schnell. Ich finde es sehr interessant, diese Erfahrung auch mal gemacht zu haben und vor der Kamera zu sprechen. Deswegen finde ich es umso lustiger, als mich am nächsten Tag eine Frau darauf anspricht, mich in den News gesehen zu haben. Darauf bin ich schon irgendwie stolz.

Am ersten Racetag gibt es auch eine Veranstaltung, bei welcher man Apollo-Astronauten oder Ingenieure befragen kann. Diese Chance hat man eigentlich so gut wie nie. Vor allem nicht persönlich. Es ist wirklich toll, diese Menschen mal persönlich zu sehen und anzuhören. Darunter waren Leute wie Charlie Duke, Jack Schmitt oder Gene Cowart. Wirklich gigantisch! Doch wir sind gleichzeitig auch so müde von dem Race, dass wir leider ein wenig eher gehen müssen.

Aber allgemein hat sich unser ganzes Team super präsentiert. Viele Teams sind auch auf unser Buggy zugekommen und haben es bewundert. Darüber freuen wir uns natürlich. Jetzt ist das Race vorbei. Ich bin gespannt, was nun in Deutschland auf uns wartet. Ich bin sehr froh, mit in Huntsville zu dem Race gewesen zu sein. Die Mentalität der Amerikaner können wir Deutschen uns ruhig auch ein wenig aneignen. Es ist eine super Zeit gewesen.

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Der erste Renntag

Thommy Knabe
Moonbuggy Team 2011, College
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Huntsville, 1.4.2011

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Wie ich aus 5 Jahren Moonbuggyrace weiß sind Renntage lang, hart und anstrengend. Auch dieser beginnt mit dem Weckerklingeln um 5.00 Uhr. Das Highschoolteam startet zwar erst um 7.30 Uhr, aber wir brauchen die Vorbereitungszeit, um zu Essen und uns mental und physisch auf das Rennen vorzubereiten. Um 7.00 Uhr sind wir in der Boxengasse. Es ist nur ein kurzer Weg zur Strecke, da die Fahrer für die zwei Renntage in das danebenliegende Marriott Hotel gezogen sind, um nicht so viel Stress zu haben. Das ist zwar teurer, aber es hilft ungemein bei der Vorbereitung.

Nachdem wir die Box aufgebaut haben, stellen letzte Feinheiten am Buggy ein und dann sind wir bereit für das erste Race. Meine Großtante Renate, die hier in Amerika lebt ist auch schon da. Sie will uns beim Rennen anfeuern. Nachdem sich die Fahrer warm gemacht haben, geht es an den Start. Davor muss der Buggy von der Rennkommission aber noch inspiziert werden. Zuerst wird das Gewicht gemessen. 160 Pfund, das sind ungefähr 80 Kg. Nicht schlecht im Vergleich zu den vorherigen Jahren, aber unter der Konkurrenz immer noch ein Schwergewicht. Wenn man bedenkt, dass der Buggy vom Moskauer MAI nur 70 kg wiegt ist da noch einiges herauszuholen. Dann tragen die beiden Fahrer den Buggy 6 Meter, was sie mit Bravour schaffen. Jetzt ist der wichtigste Teil dran. Das Aufklappen. Wir haben dieses Jahr eine neue Technik ausprobiert. Diese scheint sehr gut zu funktionieren. Max und Nadin haben viel geübt in den letzten Tagen und das zahlt sich jetzt aus.
Nach unglaublichen 4 Sekunden sitzen sie auf dem Buggy und sind angeschnallt.

Um 8.00 Uhr stehen die beiden an der Startlinie, das Rennen kann beginnen. Das Wetter ist etwas bewölkt und durch die frühe Uhrzeit ist das Licht für Fotos nicht besonders gut. Aber ich versuche mein bestes. Als die Startsirene ertönt liege ich am dritten, dem gefährlichsten, Obstacle in Lauerstellung. Die beiden sind schnell. Ich drücke ab und laufe gleich weiter zur nächsten Fotoposition. Wie ich im Nachhinein sehe werden das sehr gute Bilder. Das Rennen verläuft sehr gut. Die beiden ecken nirgendwo an und bleiben auch fast nicht stecken. Nur hinten an der Geraden wirkt die Fahrt ein wenig stockend. Auf dem Weg zurück ins Ziel geben die beiden nochmal alles und dann sind sie durch. Die offizielle Zeit ist 3:41 Minuten. Nicht schlecht, aber auch nicht herausragend gut. Max ist ziemlich geschafft. Scheinbar hat der Buggy alles ohne Probleme überstanden.

Zurück in der Box führen wir einen kompletten Check durch. Der Buggy sieht gut aus. Bis zu meinem Rennen ist noch ein wenig Zeit. Dafür müssen wir den Buggy umbauen und das wollen wir auf Nachmittag legen. Die Fahrer machen sich auf ins Hotel, um zu duschen und sich auszuruhen. Währenddessen beobachte ich ein wenig die anderen Teams.

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Es gibt viele gute Teams. Der Wettkampf ist wie erwartet härter und schneller geworden. Viele scheitern aber am Obstacle 3, der Todeskurve. Auf leicht abschüssiger Strecke muss man durch einen Kurve und gleich über ein sehr hohes Hindernis fahren, wo man sehr abhebt. Hier passieren die meisten Unfälle. Mache Buggies überschlagen sich, bei anderen sind die Räder danach nur noch ein undefinierbarer Klumpen und manche springen in die Absperrung für die Zuschauer. Für diese ist die Kurve sehr actionreich, für die Fahrer heißt es hier „Alles oder nichts“. Um 11.30 Uhr ist Mittagspause und wir gehen essen. Für die zwei Renntage wird Essen bereitgestellt. Wie üblich gibt es Burger. Sehr gesund für Sportler.

Der Buggyumbau von Deutsch auf Russisch ist wie ein Boxenstopp. Das Team ist gut darin trainiert. Nach 20 Minuten steht der Ganychod. Es wäre natürlich schöner gewesen mit zwei vollwertigen Buggies anzutreten und nicht ständig umzubauen, aber leider fehlen uns dafür die bekannten Teile aus Deutschland, die die Moskauer Studenten im Gepäck haben. Nach einer kurzen Probefahrt und ein wenig Feintuning ist der Buggy perfekt auf mich abgestimmt. Ja genau ich muss jetzt antreten, weil ich der Backupfahrer für Roman bin, also ziehe ich mir sein russisches Dress über.

Um 15.00 Uhr ist das Collegeteam dran. Die Inspektionsprozedur läuft bei uns genauso ab, wie beim Highschoolteam. Alles passt, bloß dass die Inspekteure etwas genauer hingeschaut haben. Aber am Ende konnten wir sie überzeugen, dass alles passt. Das Aufklappen läuft aber bei uns leider nicht ganz so flüssig. Ich setze mich blöder Weise auf die Gurtschnalle und so brauchen wir 8 Sekunden zum Aufklappen. Sofort nach diesem Test geht es zum Start.

Der große Moment ist gekommen. Ich bin den Kurs zwar schon einmal gefahren, aber nur hinten als Beifahrer. Jetzt muss ich zeigen, was ich als Fahrer drauf habe. In diesem Lauf versuche ich erst mal sicher durchzukommen und nicht zu viel Risiko zu gehen. Das Startsignal ertönt und Marine und ich geben Gas. Die ersten zwei Hindernisse sind kein Problem. In der Todeskurve treffe ich das Hindernis trotz Bremsen ziemlich hart und ich hebe gefühlte 2 Meter ab. Im Nachhinein sehe ich, dass ich nur 40 cm hoch gesprungen bin. So unterscheiden sich Gefühl und Wirklichkeit. Die nächsten 4 Hindernisse nehmen wir auch super. Der Buggy fühlt sich sehr gut an. Bei Obstacle Nummer 8 rutsche ich dann leider etwas nach links vom Schotter herunter und tuschiere eine Pylone. Mist das gibt eine Strafminute.

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Aber viel Zeit zum Ärgern bleibt nicht. Auf dem Rückweg geben wir dann alles. Zum Glück sind die Hindernisse hier nicht ganz so hart. Den Berg werden wir von den Anfeuerungsrufen und Schreien hinauf getragen. Jetzt heißt es nochmal Vollstoff. Den Berg hinunter. Die Linkskurve und dann im höchsten Gang alles was geht in die langgezogene rechte Zielkurve. Das Sandhindernis spüren wir gar nicht. Jetzt nur noch die versetzten Hügel und dann sind wir im Ziel. Die offizielle Zeit ist 3:56 Minuten. Gar nicht so schlecht für eine 80% Fahrt ohne alle Teile …
Es geht zurück in die Box. Wir bekommen die Strafminute und so sind wir auf Platz Nummer 5. Während wir den Buggy wieder auf den Highschooleinsatz am nächsten Tag vorbereiten, kommt Frank Six, der Chef des Moonbuggyraces zu uns und möchte mit Ralf sprechen. Das Gespräch dauert recht lange, dann kommt Ralf zu mir und sagt, dass sie uns disqualifizieren wollen, weil Teammitglieder hinter unserem Buggy hinterher über die Strecke gerannt sind. Na toll. So richtig kann ich das zwar nicht verstehen, weil das immer gemacht wurde. Klar ist es ein Aspekt der Sicherheit, aber eine Verwarnung hätte ja gereicht, zumal es vorher nicht explizit gesagt wurde, das Rennen verboten ist.

Naja gut. Morgen ist ein neuer Tag. Das Collegeteam fährt ja dieses Jahr eh erstmal nach dem Motto dabei sein ist alles. Nach dieser etwas niederschlagenden Nachricht mache ich mich auf in das Hotel. Ich gehe duschen und dann lege ich mich eine Stunde hin.

Etwas erholt finden wir uns 17.45 Uhr im Speisesaal ein. Dort wird vom Veranstalter Pizza gesponsert. Es ist genug für alle da und es schmeckt köstlich. Der letzte Punkt auf der Tagesordnung ist eine Veranstaltung anlässlich 40 Jahre Apollo-Mondautos im Davidson Center. Es wird der Film „Moonmachines“ gezeigt. Danach können wir Fragen an die Ingenieure des LRV stellen. Es sind Sonny Morea und Ron Creel. Auf dem Podium sitzen außerdem noch Charlie Duke (Apollo 16), Jack Schmitt (Apollo 17), Farenc Pavlics (GM) und Gene Cowart (Boeing). Es ist ziemlich interessant, aber der lange Tag steckt in den Knochen und durch die Müdigkeit kann man es nicht ganz so genießen. Um 22.00 Uhr bin ich dann endlich im Hotel und falle ins Bett. Ein langer guter Tag geht zu ende.

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Erster Renntag

Eric Meinel
Moonbuggy Team 2011, HS
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Erster Renntag

Huntsville den 01.04.2011

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Tobias und ich stehen heut um 5.30 Uhr auf und machen uns fertig für das Rennen. Da es noch kein Essen gibt, gehen wir zu einem Automaten im Hotel. Als wir zurück kommen, treffen wir Christoph und gehen mit ihm zum Zimmer von Ralf und Yvonne. Yvonne sagt uns dann dass es doch Frühstück gibt, also gehen wir schnell noch jeder eine Waffel und ein Brot essen. Danach fahren wir los.

Als wir an unserer Station ankommen, sind unsere Fahrer auch schon da. Wir machen also schnell noch einen letzten Check am Buggy, während sich Max und Nadin noch aufwärmen. Ralf gibt uns allen Anweisungen wo wir uns für das Rennen mit unseren Kameras hinstellen sollen.

Dann beginnt der erste Teil des Rennens, welcher aus Wiegen, einem 6 Meter Lauf und dem Aufklappen besteht. Wir klappen also den Buggy zusammen und heben ihn alle auf die Waage, das Ergebnis sind 80 kg bei Ganymed. Das sind 9 kg leichter als im Vorjahr! Danach wird geguckt, ob der Buggy auch in einen Würfel mit einer Kantenlänge von 1,2 Meter passt.

Als nächstes müssen Max und Nadin den Buggy 10 Fuß, also 6 Meter, tragen. Das schaffen sie aber ohne Probleme. Danach kommt das Aufklappen. Wir alle wissen, dass sie es in 6 Sekunden schaffen können, aber trotzdem sind wir sehr gespannt. Dann fangen sie an und nach unglaublichen 4 Sekunden sind Max und Nadin auch schon fertig. Dann geht es an den Start.

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Da wir letztes Jahr den Weltmeister gemacht haben, starten Max und Nadin als erstes. Das ist allerdings nicht so gut, wie es sich anhört, da die Hindernisse noch total frisch sind und noch keiner vor uns darüber gefahren ist. Wir alle verteilen uns auf unsere Positionen, ich gehe zur Lunatic-Kurve. Wir warten also bis das Rennen startet und dann höre ich das Signal für den Start. Kurz danach kommen Max und Nadin auch schon angefahren und ich mache ein paar Fotos. Als sie vorbei sind, rennen wir alle schnell zur nächsten Stelle und machen wieder Fotos. So geht es bis ins Ziel. Als ich dort ankomme ist Max schon vom Buggy runter und sitzt auf einem Stuhl. Beide sind total fertig. Ihre Zeit ist 3.41 Minuten plus die 4 Sekunden für das Aufklappen, also insgesamt 3.45 Minuten.

Danach setzen wir uns an die Box und die Fahrer gehen erst einmal ins Hotel, um zu duschen. Als sie wieder kommen, bauen wir das Buggy um und verwandeln Ganymed zu Ganychod.
Kurz darauf stellen sich Thommy und Marine in die Schlange für den Start. Dann geht dasselbe Prozedere wie schon bei Max und Nadin vonstatten. Allerdings brauchen Thommy und Marine 8 Sekunden anstatt 4.

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Dann ging es auch für unser zweites Team los. Und wir mussten wieder Fotos und Videos machen. Im Rennen haben sie eine Zeit von 3:56 Minuten erreicht, allerdings kommt auch auf diese Zeit noch die Aufklappzeit drauf. Das sind dann also 4:04 min.
Allerdings sind einige Mitglieder unseres Teams auf der Strecke gerannt, um noch mehr Bilder machen zu können. Deshalb wurde der erste Lauf nicht gewertet, beziehungsweise mit einer Stunde Aufzeit gewertet.

Inzwischen haben uns zwei Puerto Ricoanische Teams überholt. Wir wurden also von Platz eins auf Platz drei durchgereicht.

Abends gehen wir zur 40 Jahrfeier des Lunarovers. Dort können wir echte Fahrer des Mondautos treffen, sowie einen Mitarbeiter von Boing und General Motors. Allerdings war ich schon zu müde und konnte der Veranstaltung nicht immer voll folgen. Danach sind wir wieder in unser Hotel gefahren und schlafen gegangen.

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Tag 1 beim Moonbuggy-Race

Tobias Benedikt Meier
Moonbuggy Team HS 2011
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Tag 1 beim Moonbuggy-Race

Huntsville, 1.4.2011

Heute ist es so weit, der erste Renntag vom Moonbuggy-Race. Alle sind schon ganz aufgeregt. Wie wird es ablaufen, wie wird das Wetter werden, was werden wir für eine Zeit machen und welchen Platz? 5:30 Uhr heißt es Aufstehen um bis um 6 Uhr fertig zum Losfahren zu sein. 6:30 Uhr, wir sind am US Space & Rocket Center angekommen. Jetzt aber schnell das Zelt wieder Hochstellen und den hinteren Sitz etwas fester schrauben, damit er beim aufklappen des Moonbuggys nicht immer zurückfedert.

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7:45 Uhr müssen wir auch schon zum Rennen. Wir sind dieses Jahr Startnummer 1. Jetzt sind die Sandhügel und die Hindernisse noch frisch und hoch. Das macht Max etwas Sorge aber er schafft das schon. Nadin schafft das natürlich auch. Sie fahren zur Waage wo alle ihre Moonbuggys am 1. Renntag hinbringen müssen. Sie müssen das Buggy noch zusammenfalten und dann so schnell wie möglich wieder aufklappen und startbereit im Buggy sitzen.

Zurück zur Waage. Die Waage zeigt 166 Pfund an, das sind umgerechnet 80 Kg. Beim Aufklappen brauchen Max und Nadin nur 4 Sekunden. Ein Team hat über 1 Minute gebraucht. Wie schafft man das? Keine Ahnung!!! Wir haben bis jetzt alles gut geschafft. Der Teamleiter vom Huntsville Center for Technologie hat den Mund gar nicht mehr zu bekommen. Er kann es gar nicht fassen. Sein Team hat 6-7 Sekunden gebraucht.

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Wir dürfen nun weiter bis zur Startlinie fahren. Letzter Check und dann kann es los gehen. Die Sirene ertönt. Max und Nadin trehten kräftig in die Pedale. Sie kommen gut durch den Kurs und Max ist am Ende sehr erschöpft. Man denkt er stirbt gleich, so doll atmet er. Sie sind eine Zeit von 3:41 Minuten gefahren. Dass heißt wir sind bis jetzt noch erster. Naja wir sind ja auch die ersten die gefahren sind also kann noch niemand anders eine Zeit haben. Das Buggy ist voll mit Sand, die Fahrer sind voll mit Sand und das Kamera-Objektiv ist voll mit Sand. Die Fahrer müssen erst mal sich duschen gehen und Thommy ist müde also gehen sie ins Hotel und schlafen ein bisschen.

Eric und ich machen das Moonbuggy wieder sauber. Dann wird es zum Ganychod umgebaut.

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15 Uhr, Thommy steht an der Startlinie. Die Spannung steigt. Wird Thommy Knabe durch den Kurs kommen? Na klar, Thommy ist doch schon mal gefahren. Alle machen Fotos und Videos. Alle aus unserem Team laufen ihm hinterher mit Kameras. Das ist unser nächstes Problem. Wir dürfen nicht Rennen und nicht auf der Strecke laufen. Der Lauf von Thommy sollte nicht gezählt werden deswegen. Seine Zeit ist gut für ihn mit 3:59 Minuten + 2 Strafminuten = 5:59 min. Er ist auf dem 6. Platz. Wir gehen jetzt noch das Buggy wieder umbauen und dann zum Pizza Essen. Die Pizza wird gesponsert von NASA.

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Deutschland startet heute von der Pole-Position beim NASA Moonbuggy Race

Team des International Space Education Institute 2011

Ein Jahr lang bereiteten sich 9 Schüler und Studenten aus 3 Ländern in Leipzig auf diesen diesjährigen Konstruktionswettbewerb vor. Über 150 Einzeleranstaltungen vermittelten den Jugendlichen Grundwerte und Können. Nun befinden sich 2 Teams, bestehend aus deutschen, russischen und französischen Teilnehmern in der Raketenstadt Huntsville/Alabama und beenden letzte Vorbereitungen an ihren zwei Moonbuggys.
Für ihre Generation sind die 9 Jugendlichen bereits jetzt schon kleine Helden. Doie Teams starten zum 40. Jahrestag der Apollo-Mondautos, welche alle in Huntsville gebaut wurden, von der Pole-Position. Sie haben einen Titel zu verteidigen, den Weltmeistertitel.

Team des International Space Education Institute 2011

Das Rennen beginnt am Freitag dem 1. April 2011 um 13:30 Uhr MESZ und kann live auf dem TV mitverfolgt werden (siehe Links unten). Die Veranstaltung geht über 2 Tage. Am Samstag gegen Mitternecht (MESZ) werden wir die Gewinner kennen. Ein EU-Titel wird es auf alle Fälle, denn beide Teams sind noch die einzigen aus Europa.

Wir wünschen allen viel Glück und Erfolg. Es musste nicht nur auf dem Kurs, sondern auch währnd der Vorbereitung eine äußerst hürdenreiche Strecke überwunden werden. Lesen Sioe dazu das Team-Tagebuch (Blog) unten und sehen Sie die Fotosammlungen mit einer genauen Dokumentation über die letzten 11 Monate.

Ein Wiedersehen in Deutschland wird am 6.4.2011 mit einer Pressekonferenz stattfinden: Handwerkskammer zu Leipzig, Dresdner Str., Motto: „Ohne Handwerk keine Raumfahrt“. Jeder interessierte Schulleiter, Lehrer und auch Eltern sind zu diesem außergewöhnlich motivierendem Berufs- und Studienorientierungsprojekt eingeladen.

Ralf Heckel
Teamleiter und
Vorsitzender des International Space Education Institutes e.V., Leipzig
aus Huntsville/Alabama

TV-Live-Übertragung:http://www.ustream.tv/channel/nasa-msfc
NASA-Blog: http://blogs.nasa.gov/cm/newui/blog/viewpostlist.jsp?blogname=moonbuggy
Alle Infos über die Veranstaltung: http://www.nasa.gov/topics/moonmars/moonbuggy.html

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